Das Urteil – Kafka

GEDANKEN

Ein Vater, welcher seinen eigenen Sohn zum Tode verurteilt! Was ist da nur passiert?

Diese Erzählung finde ich auf mehrere Arten ansprechend. Wenn man es mit der Kafkaesken Brille betrachtet, ist  es eine spannende Beschreibung einer Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn. Weil diese Geschichte so skurril ist, ist das Ende sehr schwierig zu deuten: Man kann es als Suizid oder als Neuanfang deuten.

 

Der Grund, wieso mich diese Geschichte angesprochen hat, war der Gedankengang hinter einem Selbstmord und wie dieser zustande kommen kann. Diese Unklarheit, ob der Sohn stirbt oder nicht, das ungewisse Blaue und der Wunsch, ins Blaue springen, wollte ich mit der letzten Szene klar darstellen. Des Weiteren faszinierte mich der Konflikt, in dem der Hauptcharakter steckt. Soll er sein bekanntes Leben zurücklassen und ihm unbekannte Wege begehen oder soll er einen Schlussstrich ziehen?

Mein Ziel war es, eine Kurzfassung dieser Geschichte audiovisuell zu kreieren und meine dazugehörige Interpretation, dass man nicht am Tiefpunkt aufgeben sondern neu beginnen soll, wiederzugeben.

Prozess

Beim Design meiner Bilder habe ich keine Vorlagen benutzt sondern bin ausschliesslich meinen Vorstellungen gefolgt.

 

Ich habe Zitate und wichtige Passagen ausgesucht und danach die passenden Szenen in der Vorbereitung dazu skizziert. 

Man darf meine Auffassung nicht als Zusammenfassung vom Original ansehen. Meine Version ist eine Interpretation der relevanten Szenen und des Ende des Buches.

 

Ich wählte das Medium Graphit, weil ich es als ein hartes Material empfinde. Hart wie die Geschichte. Grau wie die Geschichte geschrieben wurde. Anhand von Tusche und Graphit sollte diese komische und dunkle Atmosphäre eingefangen werden.

Kafka war eine grossartiger Schriftsteller. Seine Schriften versinnbildlichen auf eine abstruse Weise seine Vergangenheit, seine Depressionen und seine Beziehungen zu Autoritäten wie zum Beispiel zu seinen Vater. 


Die Charakter haben Gesichter, aber keine Augen. d.h sie haben kein Tor zur Seele.

Ich wollte die Gesichter abstrakt haben, damit ich die Imagination des Zuschauers anregen kann.

Ich wollte den Text so kurz wie möglich fassen und nur das wichtigste hervorheben. Doch im Originaltext hat es viele Details, die Georg Bendemman ausmachen und ihn als Charakter beschreiben, was mir die Kürzung des Textes erschwerte.

Die wichtigen Dialoge wollte ich nicht ändern,

um so nahe wie möglich an die Originalfassung zu kommen.