Die wahren gewinner des krieges sind die fliegen

Gedanken

Diese Arbeit sollte unsere selbstzerstörerische Menschheitsgeschichte aufzeigen. Es soll ein Spiegel sein oder ein Selbstportrait unserer Vergangenheit und unseres Zeitgeistes.

Bei diesem Projekt wollte ich Malerei und 3D in eine Arbeit kombinieren, mit dem Ziel, diese Geschichte zu erzählen.

 

Ich kam auf diese Idee, als ich die Serie «Unsere Mütter Unsere Väter» angeschaut habe und der Satz: «Die Gewinner des Krieges sind die Fliegen» vorkam. Wenn man das Zitat mit einer «Zynischen Brille» betrachtet, ist es das wiederkehrende Motiv unserer Menschheitsgeschichte. Ich fragte mich, während ich die Serie anschaute: «Wieso können sich Menschen das antun? Wie können Menschen zu bösartigen Monster und Mörder werden?»

Mit diesem Zitat begann ich, diese Arbeit zu konzipieren und aufzubauen. Ich finde, dass die Aussage immer noch aktuell ist, insbesondere im Hinblick auf das Blutbad im Nahen Osten. 

 

Inszenierung: Das Endprodukt sollte als Ausstellungsstück gesehen werden. Die Malerei und die Fliegen gehören zusammen und sind nicht als separat zu betrachten.

Prozess

Vorgehen:

Ich habe meine Freunde zusammengerufen, die mir dann geholfen haben, die Stiropor-Wände, die als Hintergrund dienten, schwarz zu bemalen und die Fliegen zu befestigen. 

Dabei war es wichtig, dass der Hintergrund schwarz ist und schwarz bleibt, damit die grauen Fliegen und das Bild stark herausstechen.

Fliegen:

Ich wollte eine Fliege möglichst realistisch darstellen. Danach habe ich mit dem Design der Fliegen begonnen. Ich wollte mir gewisse Freiheiten lassen, um eventuelle Planänderungen sowie Designänderungen zu ermöglichen.

 

Malerei:

Als Modell diente ein Freund, welcher seiner Uniform posierte. Er sollte eine schützende Pose einnehmen, da ich diese als am zutreffendsten für meine Aussage empfand. Diese schützende Haltung repräsentiert am besten die Wehrlosigkeit des Subjekts in seiner Situation, welche fast hoffnungslos ist. Das Blaue im Hintergrund steht für die Leere, welches dem Subjekt entgegen starrt. (Platz für Interpretation, dass die Person schon vom Zerfall gekennzeichnet ist.)

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